Was ist in der Schwangerschaft bezüglich Höhe zu bedenken?

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Alltägliche Bewegungen werden mit fortschreitender Schwangerschaft immer anstrengender. Keine Frage, dass dann sportliche Betätigungen erst recht anstrengen. Dennoch wird geraten, sich in der Schwangerschaft in einem angemessenen Rahmen sportlich zu betätigen. Das hält fit, erleichtert die Geburt und beugt Krankheiten vor. Doch wie sieht es bezüglich des Bergsports aus? Ist auch dieser sinnvoll oder birgt die Höhenluft eine Gefahr für Mutter und Ungeborenes.

Mit steigender Höhe sinkt auch der Sauerstoffgehalt in der Luft. Das ist Grund für die Sorge, die viele Schwangere beim Thema Bergsteigen haben. Tatsächlich ist es so, dass eine werdende Mutter vermehrt auf Sauerstoff angewiesen ist, um sich und das Ungeborene zu versorgen. Eine Unterversorgung würde sich negativ auf das Herz-Kreislauf-System beider auswirken.
Daher gilt es beim Bergsteigen in der Schwangerschaft besondere Regeln zu beachten. Ausgeschlossen ist es jedoch keinesfalls.
Zunächst einmal ist es wichtig, dass die körperliche Belastung beim Wandern in den Bergen in einem gesunden Maße stattfindet. Als Richtwert können Sie hier neben Ihrem eigenen Körperbefinden auch den Puls nehmen, der (vorausgesetzt Sie sind keine Spitzensportlerin, die über ein besonders trainiertes Herz-Kreislauf-System verfügt) nicht dauerhaft über 150 Schlägen pro Minute liegen sollte. Auch in Bezug auf die Höhe sollten Sie Grenzen einhalten. Das jeweilige empfohlene Limit variiert dabei je nach Bergerfahrung zwischen knapp 2000 bis 3000 Metern. Generell ist es aber immer besser, solche Zahlen nur als groben Richtwert anzusehen und den Rest vom eigenen Befinden abhängig zu machen.
Wenn man diese Regeln befolgt und nicht gerade solche Wege nimmt, die eine erhöhtes Sturzrisiko bieten, steht dem leichten Bergsport in der Schwangerschaft nichts im Wege. Im Gegenteil, er kann sich sogar positiv auf diese auswirken.