Schüchternheit von Kindern

Sharing is caring!

Jeder Mensch kennt das Gefühl der Unsicherheit, das man verspürt, wenn man einer Situation schüchtern entgegentritt. Vor allem, wenn man neue Leute und Umgebungen antrifft, tritt dieses Gefühl häufig ein. Das ist völlig normal und findet zumeist auch in einem erträglichen Maße statt. Viele Kinder sind jedoch so schüchtern, dass ihnen dadurch sogar Nachteile entstehen. Erfahren Sie hier, wie sie ihnen helfen können.

Den Blick auf den Boden gerichtet und den Kopf zwischen den Schultern „versteckt“ – das ist die typische Haltung, die ein schüchternes Kind einnimmt. Aus der Körpersprache kann man viel ablesen: Der Sprössling fühlt sich unwohl, möchte sich verstecken und der Situation entfliehen. Solche Gefühle sind keineswegs angenehm und schlagen sich negativ auf das Gemüt nieder. Hervorgerufen wird diese Schüchternheit meist dadurch, dass die Kinder Angst vor der bevorstehenden Situation haben. Das kann entweder die Sorge sein, sich zu blamieren, oder mit den entsprechenden Personen nicht klarzukommen. Oftmals sind auch negative Erfahrungen aus der Vergangenheit Ursache für das mangelnde Selbstbewusstsein – die Person wurde also buchstäblich eingeschüchtert.

Indem ein solches Kind jegliche Form der Konfrontation meidet, fühlt es sich zwar für den jeweiligen Moment besser, langfristig bauen sich jedoch Blockaden mit Nachteiliger Wirkung auf. Die Person zieht sich zurück, meidet soziale Kontakte und lässt sich sowohl zahlreiche hilfreiche Erfahrungen als auch eine Menge Spaß entgehen. Als Elternteil sollten Sie also unterstützend wirken und Ihrem Kind helfen, die Schüchternheit zu bezwingen.

Am wichtigsten ist hierbei immer, ein offenes Ohr zu haben. Ihr Kind muss wissen, dass es mit jeder Sorge zu Ihnen kommen kann, angehört und nicht verurteilt wird. Ist eine solche Vertrauensbasis hergestellt, haben Sie es als Elternteil auch leichter, ihr Kind dazu zu motivieren, seine Schüchternheit zu überwinden.
Sprechen Sie gemeinsam Pläne durch, mit denen Ihr Nachwuchs sich auf neue und ungewohnte Situationen vorbereiten kann. Steht beispielsweise Fußballtraining in einem neuen Verein oder einer neuen Mannschaft an, könnten Sie Ihren Sprössling beispielsweise bis hin zur Halle begleiten und ihm (zumindest während der ersten Trainingsstunden) anbieten, im Auto vor dieser zu warten, bis es vorbei ist. So fühlt sich Ihr Kind sicher und weiß, dass es im Fall der Fälle schnell bei Ihnen sein kann.
Unglaublich hilfreich sind nämlich Erfolgserlebnisse. Und eben diese kann ein Kind nur bekommen, wenn es sich dazu aufrafft, seine Ängste zu überwinden. Merkt der junge Erdenbürger aber dann, dass eben die Situation, die einem zuvor noch Unbehagen bereitet hat, eine Menge Spaß gemacht hat, so schlägt sich das in seiner Erinnerung nieder und trägt langfristig dazu bei, dass solche Ereignisse in Zukunft leichter und bereitwilliger besucht werden.