Rechts-Links-Schwäche

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Etwa 20 bis 30 Prozent der Menschen leiden unter einer Rechts-Links-Schwäche. Dabei können Sie die Richtungen entweder gar nicht, oder nur nach längeren Überlegungen unterscheiden. Zwar können Sie als Eltern bis zu einem gewissen Maße Einfluss darauf haben, wie gut Ihr Kind die beiden Richtungen unterscheiden kann, in vielen Fällen lässt sich das Auftreten dieser Schwäche aber dennoch nicht vermeiden. Doch auch dann kann man mit einigen Tricks und Übungen an der Schwäche arbeiten.

Wie beim Lesen eines Buches wird auch beim Hören eines Hörspiels die Fantasie angeregt. Anders als beim Fernsehen, erhält man nämlich keine unmittelbar vorgegebenen Bilder, sondern nur die Geschichte dazu. Die Bilder muss man sich dann selbst im Kopf vorstellen. Das ist gerade für Kinder, die ja von Natur aus sehr viel Fantasie besitzen, besonders spannend und ermöglicht es ihnen, in ihre eigene Welt abzutauchen.
Darüber hinaus fördern Hörspiele die Aufmerksamkeit und die Fähigkeit des Zuhörens bei Kindern. Um der Geschichte nämlich folgen zu können, müssen sie sich über einen längeren Zeitraum still auf diese konzentrieren.
Nicht zu unterschätzen ist auch der positive Effekt, den das Hörspielhören auf den Wortschatz der Sprösslinge hat. Regelmäßig werden sie dabei nämlich mit neuen Worten konfrontiert und lernen direkt, wie man diese ausspricht. Das wirkt sich nicht nur vorteilhaft auf die geschriebene, sondern vor allem auf die gesprochene Sprache aus.

Mittels des natürlichen Bewegungsdrangs eines Kindes, lernt dieses auch, sich zu orientieren. Indem es sich bewegt, auf dem Boden entlang robbt oder sich einfach nur dreht, bekommt es ein Gefühl für den dreidimensionalen Raum. Es lernt zu erkennen, welche Dinge im Vorder- welche im Hintergrund, welche oben und welche unten sind. Indem Sie als Eltern in dieser Phase mit Ihrem Kind sprechen und im beispielsweise erklären, dass das Spielzeugauto links des Teppichs steht, bekommen die Sprösslinge auch langsam eine Vorstellung für die seitlichen Orientierungen.
Dennoch fällt es vielen bis ins Erwachsenenalter schwer, links und rechts ohne zu zögern zu unterscheiden. Das kann vor allem im Straßenverkehr hinderlich sein, sorgt jedoch auch in allerlei anderen Alltagssituationen für unangenehme und peinlich berührende Momente bei den Betroffenen. Dabei können diese eigentlich gar nichts für ihre Schwäche. Woher diese genau kommt, ist umstritten. Man geht jedoch davon aus, dass sie evolutionsbedingt ist. Denn zu Urzeiten musste sich der Mensch lediglich nach seiner Umgebung und dem Himmel orientieren, konkret benannte Richtungen wie „links“ oder „rechts“ gab es da nicht. Folglich widerspricht eine Orientierung, die lediglich auf diesen strikten Begriffen beruht, eigentlich der Natur des Menschen.
Um an der Schwäche zu arbeiten, und die Richtungen leichter unterscheiden zu können, empfehlen Wissenschaftler, das räumliche Wahrnehmungsvermögen zu stärken, indem man beide Gehirnhälften fordert. So kann man beispielsweise mit seinem Kind Geschicklichkeitsübungen machen, bei denen motorische Fähigkeiten gefragt sind. Übungen, wie im Stehen den linken Ellenbigen zum rechten Knie zu führen, sollen dafür beispielsweise geeignet sein.