Wann macht ein Schulwechsel Sinn?

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Große Lücken in mehreren Fächern, Probleme mit Mitschülern oder gar Lehrern oder einfach der Wunsch, eine Schule mit einem anderen Profil oder Schwerpunkt (etwa eine berufliche Schule) besuchen zu wollen – die Gründe, über einen Schulwechsel nachzudenken, können sehr zahlreich sein. Doch Vorsicht: eine solche Entscheidung sollte nicht vorschnell getroffen werden und zunächst gut abgewogen worden sein.

Oftmals scheint es die schnellste und einfachste Lösung. Gerade wenn die aktuellen schulischen Leistungen des Nachwuchses nicht zufriedenstellend sind, gibt man sich schnell der Illusion hin, ein Schulwechsel könne von jetzt auf gleich alle Probleme lösen. Doch dem muss nicht immer so sein. Das neue soziale Umfeld sowie die neue Lernatmosphäre und die noch unbekannten Lehrer auf einer anderen Schule können einem Schüler je nach Typ einige Probleme bereiten, die nicht nur über die ersten paar Wochen andauern. Gerade wenn sich das Kind an seiner alten Schule eigentlich sehr wohlgefühlt und gut eingelebt hat, kann das ein Problem werden.
Daher sollte man in gemeinsamen Gesprächen, gerne auch mit der Klassenlehrerin und dem Klassenlehrer abwägen, wie sinnvoll ein solcher Schritt ist.
Hat Ihr Kind lediglich starke Schwierigkeiten, in einem oder zumindest einigen wenigen Fächern mitzukommen, so stellt das zumeist noch keinen dringlichen Grund für einen Schulwechsel dar. Hier empfehlt sich stattdessen Nachhilfeunterricht und konsequentes Aufarbeiten der Lücken.
Sind die Noten allerdings in weitaus mehr Fächern eher schlecht, sodass der Schüler oder die Schülerin auch einen enormen Stress, Frust sowie Leistungsdruck verspürt, macht der Gedanke über einen Schulwechsel schon deutlich mehr Sinn. Andernfalls läuft das Kind Gefahr, eine Schulangst zu entwickeln, die sich nicht nur die schulischen Schwächen verstärkt, sondern sich auch negativ auf die Psyche und das Wohlbefinden auswirken kann.
Wichtig ist in jedem Fall immer Ihr Kind miteinzubeziehen und offen über das Thema zu sprechen, ohne dabei vorwurfsvoll zu klingen.